Taijiquan


Im Allgemeinen wird Taijiquan, die sich als traditionelle, ursprünglich chinesische Bewegungskunst darstellt, körperlich
 und geistig geübt. Durch stetiges Üben wirkt sich diese Methode wohltuend auf die physische und psychische Gesundheit aus.
Die Namen der chinesischen Bewegungskünste haben meistens unterschiedliche
 Bedeutung. Sie weisen oft auf eine Besonderheit des Stils hin, oder auf ein philosophisches Prinzip, das in der ausübenden Bewegung umgesetzt wird.

Die Bewegungsformen sind festgelegt und werden in verschieden Sequenzen, den „Formen oder Bildern“ durchgeführt. Wichtig ist, neben der korrekten Übung dieser Formen, eine ruhige, natürliche Atmung. Die Bewegungen sind fließend, weich und rund. Innerhalb der Sequenzen gibt es keine abrupten Abbrüche, sondern man wechselt laufend zwischen Spannungsaufbau und dem Lösen des Spannungszustandes, was den ausgeglichen Zustand hervorrufen kann.

 

…Bewegung und Meditation

oder Meditation in der Bewegung gelingt wenn man erlernt sich zu konzentrieren und Spannungen zu lösen vermag. Der Übende fühlt sich erholt, selbst nach einem anstrengenden Tag. Der chinesischen Vorstellung zufolge erhält und fördert der durch das ganzheitliche Taiji angeregte Fluss des Qi, der allumfassenden Energie, die Gesundheit des Menschen.


 

 

 

 

 

 


…viele Geschichten,


Mythen, und Legenden ragen sich um die mehrere tausend Jahre alte Entstehungsgeschichte.
Strömungen unterschiedlichster Art beeinflussten bis in die heutige Zeit den Werdegang des Taijichuan. So kennt man beispielsweise die Geschichte vom Kloster in den Wudang-Bergen. Hier soll einem Mönch der Kaiser Xuan Qu erschienen sein, um ihm bestimmte Bewegungen zu zeigen, die als Vorläufer des Taiji gelten.
In den Daoistischen Klöstern, die seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. entstanden, entwickelten sich im Einklang mit der Natur Übungen, die auf die Beobachtungen von Tieren und deren Bewegungen basierten.
Wichtig für die Entwicklung des Taiji im daoistischen China war die Ausformung und Popularisierung des Buddhismus durch Bodhirdharma. Um 520 n. Chr. gelangte er mit einem Schiff nach China um dann in einem Shaolin-Kloster seine spezifische Form des Buddhismus den Zen-Buddhismus zu entwickeln. Der südindische Mönch veränderte die chinesischen Meditationstechniken unter anderem mit dem Yoga, nachdem er festgestellt hatte dass sich die Mönche vor Ort in keinem so guten körperlichen Zustand befanden.

Der weise Bodhidharma erkannte, dass Glück nur dann entsteht, wenn man ganz und gar im Hier und Jetzt lebt, sich ausschließlich dem widmet, was man gerade tut. Kinder beherrschen diese Kunst und spielen versunken mit Herz und Seele.
Das Bemühen und Lernen dieser vollkommenen Aufmerksamkeit bezeichnete man als einen Weg. Weglehren können folglich nicht nur Taijiquan, Kampfkünste und Qigong sein, sondern auch Kalligraphie, Musik, Dichten, Architektur, Kochen…
Weglehren haben zwar immer Techniken als Basis, gehen aber weit darüber hinaus. Die Techniken werden zur Kunst vervollkommnet und beziehen auch die innere Entwicklung mit ein. Mit der Zeit fließen die Erfahrungen aus dieser Art der Übung in alle Bereiche des Lebens mit ein, werden zu einem persönlichen Lebensweg.

Lebensweg hat jedoch nichts mit einem dogmatischen Geist zu tun und ist auch nicht an eine Religion gebunden! Ob man einen solchen Weg beschreiten möchte oder wie weit man das tut, liegt an jedem selbst
.

 

 

…den Weg gehen
Sicher ist es ein langer und langsamer Weg, Gelöstheit zu erlernen. Doch dieser Lernprozess hilft, besser auf sich selbst zu hören und zu achten. Denn das Lösen beginnt dort, wo wir genau spüren, was zur Verspannung beiträgt.
Lärm, Hektik und Stress nehmen im Alltag immer mehr zu und wirken sich in vielen weiteren Bereichen negativ auf die Gesundheit aus. Aber auch das geistige und seelische Wohlbefinden leiden. Gelöstheit ist auch hier wesentlich und steigert Konzentrationsfähigkeit, Denkvermögen, Ausgeglichenheit und Stimmung.
Die langsamen, natürlich fließenden Bewegungen des Taijiquan setzen dazu einen Gegenpol. Sie entschleunigen und ermöglichen innezuhalten. Erst im Innehalten, Fühlen
und im genauen Wahrnehmen kann der Übende zu sich selbst finden, sich Lösenund zur Ruhe kommen.
Die Vor- und Einzelübungen und die Formen des Taijiquan schaffen die Basis für diesen inneren Prozess. Die sogenannten Formen oder Bilder (chinesisch „Lu“) sind wie ein bewegtes Gedicht, ausgeführt mit Körper, Geist und Seele.
  

Die Formen sind das Herzstück des Taiji(quan) und Ausgangspunkt von Meditation, Gesundheitsübung und Kampfkunst gleichermaßen. Sie vermitteln Achtsamkeit im Sinne von „ganz im Hier und Jetzt sein“ und ermöglichen es dem Übenden, die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten, ohne sich von äußeren Einflüssen ablenken zu lassen.

 

… gesund
Taijiquan, das haben Studien erweisen, wirkt sich positiv auf Erkrankungen der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes, Herz, Kreislauf und des Bewegungsapparates aus. Es stärkt das Immunsystem und ganz allgemein das Wohlbefinden.
Taijiquan kann bis ins hohe Alter erlernt und geübt werden. Es hält fit, gesund, beweglich, locker und jung. Es beugt vielen Alterserscheinungen vor.
Aber auch in jungen Jahren kann man von der stärkenden Wirkung des Taijiquan profitieren, Energie schöpfen, Kraft und Vitalität gewinnen. Viele Menschen mit chronischen Erkrankungen profitieren vom sanften Taijiquan.

 

Folgendes wird im Verein  „Taiji & Qigong Altenstadt a.d.Waldnaab e.V.“ unterrichtet:

• Taiji als  Handlungsfeld in der Prävention nach § 20 SGB V in der Stressbewältigung
• Taiji in der Neuen Rückenschule
• Übungen, um die Gedanken zu sammeln, die Alltagsgedanken hinter sich zu lassen und zur Ruhe zu kommen
• Einfache Einstiegsübungen,
• Einzelne Taijiquan-Bewegungen
• Peking-Form mit 24 Bildern
• „Shishi“ Taijichuan in 10 Bildern Yang Form
•Taiji der Fünf Tiere
• Wickeln des Seidenfadens oder Seidenfadenübung

…ergänzend

Atemübungen

Übungen für eine gute Haltung

Übungen zur sanften Stärkung der Gelenke

Übungen zum Loslassen und Lockern

Harmonisierung der inneren Organe und des Immunsystems durch Übungen für die Meridiane